Musik zeigt dir, wie alt du bist

Nicht deine Nasolabialfalte zeigt dir, wie alt du bist.
Nein. Das besorgt dein Musikgeschmack viel viel besser.

Wenn du dich mit der Jugend über Musik unterhalten möchtest,
merkst du erst einmal richtig, wie alt du geworden bist.
Nächstes Mal sage ich lieber nicht, was für Musik ich gern höre.

Keiner schnallt was in diesem Land passiert.
Lang genug war ich schockiert.
Jetzt bin ich motiviert.
Nimm meine Hand, ich helfe dir aus dem Treibsand.
Denn in diesem unserem Land ist es Zeit für den Widerstand!

Wer den Song nicht kennt, sollte ihn sich anhören/anschauen.

Traue keinem Kaffeeröster

… vor allem nicht, wenn er dir ein technisches Gerät verkaufen möchte!

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein großer deutscher Kafferöster – nennen wir ihn zur Vereinfachung einmal Schibo – macht seit geraumer Zeit ordentlich Reibach mit dem Verticken von Bekleidung, Elektronikartikel und Co.

Nun hat er etwas im Angebot, was auch der Autorin des VORPRODUKTS gefällt. Sagen wir einmal eine Notebook-USB-Kamera.

Leider steht auf der Verpackung:

…. Windows 98, XP oder höher…

Windows nutzt die Autorin des VORPRODUKTS jedoch nicht. Sie hat Mac OS 10.3 installiert. Also aus der Traum einer günstigen „Webcam“. Aber halt! Die nette Schibo-Dame merkt: Die potentielle Kundin legt ein Produkt zurück – so geht es ja nicht!

„Hallo, kann ich Ihnen behilflich sein?!“

Und ja, man hilft. Es wird eine Supporthotline angerufen. Ach und kein Problem! Natürlich wird die Webcam auch mit Apple-Notebooks laufen, schließlich hat Schibo für die Werbung und für die Produktverpackungsfotos auch einen Apple-Computer mit der Webcam gezeigt. Und außerdem ist Apple viel viel besser als Windows, warum sollte es also nicht funktionieren. Kaufen Sie das Ding ruhig!

Stimmt. Auf der Verpackungsrückseite ist die Schibo-Kamera an ein 15“Powerbook angeschlossen. Und es stimmt, dass Apple sowieso besser ist. Also kauf ich das Teil.

Und was glaubt ihr? Funktioniert es oder lässt Schibo sein Produkt nur mit Powerbooks fotografieren, weil Powerbooks soooooo hübsch sind?

Was habt ihr euch dabei nur gedacht?

oder: Habt ihr euch dabei eigentlich was gedacht?

Immer das gleiche. Ich ärgere mich über diese blöde schlecht gemachte Lokalzeitung, die sich jeden Morgen in meinem Briefkasten befindet. Heute bin ich wieder „reingefallen“. Eine recht ansprechende Reihe, „SN hilft“ oder so, hatte meine volle Aufmerksamkeit.

Allerdings auch nur meine volle Aufmerksamkeit, denn sowohl Schreiber wie auch Redakteur, Lektor oder wer sich bei den SCHAUMBURGER NACHRICHTEN auch immer an die Texte setzt, war wohl mehr wie nur abgelenkt.

Es ging um eine Frau. Die wurde im Text mal Elke, mal Ayse und mal Frau M. genannt. Der Name wurde natürlich von der Redaktion geändert, stand in dem Bericht.

LEUTE! Den Namen ändert man nur einmal, nicht in jedem Satz! Also so: Elfriede heißt sie von Haus aus, wir nennen sie mal Else. Dann muss das auch den gesamten Text, incl. Überschrift, Bildunterschrift und so weiter geschehen. Nicht mal hü mal hott.

Pfui. Schämt euch. So nicht.

Usability im Internet

Okay, ich weiß, das VORPRODUKT ist kein Paradebeispiel für Barrierefreiheit und Webstandards. Muss es auch nicht, denn ich übe noch.

Aber hier habe ich einen echten Klopper gefunden: www.WebdesignundUsability.de. Der Name ist Programm. Usability, sprich Gebrauchstauglichkeit, ist derzeit 0.

Mein bevorzugter Browser (firefox, 2.0) kann die Seite nicht aufrufen. das nenn ich mal gute Usability. Hier die Fehlermeldung (anklicken zum Vergrößern):

usability