Ich hab keine Zeit

.. keine Zeit, keine Zeit….
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Mit diesem kurzen Zitat aus Marius Müller-Westernhagens Song „Ich hab keine Zeit“ möchte ich meine erste Diskussionsrunde für heute starten. „Ich hab keine Zeit“ ist eine Krankheit in der (Achtung, wieder das Schei*wort) Blogosphäre.

Überall dümpeln total geniale Blogs vor sich hin, und zwar nicht, weil sie kein Publikum finden, sondern weil die Autoren nicht genügend Anerkennung bekommen und noch weniger Zeit für ihr – ja, so ist es – zeitraubendes Hobby haben. Jetzt kommt meine AKTION! ins Spiel.

Sergej zum Beispiel tat vor kurzem das, was ich früher auch oft tun musste – er entschuldigte sich für das derzeitige Schweigen in seinem Blog. Ich zitiere mal aus seinen Kommentaren:

#Sergej: Das Bloggen an sich macht mir auch sehr viel Spaß und ist auch wichtig für mich. Nur wenn die Zeit zum schreiben fehlt, sind mir die Hände gebunden.
# Nadine: Du hast Recht, manchmal geht es aus beruflichen Gründen nicht. Ich hole jetzt alles nach, was ich in der vergangenen Zeit nicht sagen bzw bloggen konnte, weil ich keine Zeit fand.

Wollen wir eine Liste mit ausgestorbenen Blogs zusammen tragen? Blogs, die qualvoll eingegangen sind, weil man den Bloggern erzählt: Das ist nur Zeitverschwendung?

Und nun sagt mir bitte: Was ist die Konsequenz?

Leute, da bin, ich es kann los gehen!

Es es wie es ist, ich will nicht lange Ausreden finden.

Aber…
… das Frühstück hat sich sehr sehr lang ausgedehnt,
… der Hund hat meine Blog-Einloggdaten gefressen,
… ich musste mir hierfür noch einen Sinn ausdenken,
… das Wetter ist zu schön,
… das reale Leben rief,
… irgendwie bin ich in eine Zeit-Raum-Interferenz geraten, sodass es heute morgen plötzlich Mittwoch vor dreieinhalb Wochen war und dann schon Sonntag in zweieinhalb Wochen, was mich so verwirrte, dass ich nicht wusste, wann ich eigentlich starten soll!

Aber nun geht es los. Ich blogge, bis der Arzt kommt. Vielleicht noch länger, falls der Arzt mir dabei hilft.

www.steckdose.de (Clever Strom sparen?)

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Erfrischend anderes als die Mitbewerber präsentiert sich www.steckdose.de – eine Website mit kostenlosem Stromtarifrechner. Anders, zum Einen weil die Werbung fehlt. Zum Anderen, weil die Seite äußerst geschickt gestaltet wurde, ohne nervigen Schnickschnack, Animationen und Co.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich meinen Stromanbieter wechseln wollte und mich durch das Angebot von Online-Tarifvergleichen geklickt habe. Bei mir zählt dabei vor allem der erste Eindruck – wenn mir die Optik nicht gefällt, fällt selbst der vermeintlich beste Service unten durch. Die Steckdose.de macht sich aber gang gut. Erster Eindruck beim Aufrufen der Seite: Gefällt. Nettes Layout, schön locker und nicht überladen, gut gegliedert und übersichtlich. Ein zweiter Blick lohnt also.

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Anbieter und Tarife vergleichen ist das Ziel von Steckdose.de. 8.000 Tarife von 800 Anbietern hat Steckdose.de dazu in der Datenbank. Ich habe mich gleich einmal auf die Suche nach einem anderen Stromanbieter gemacht. Hauptaugenmerk war für mich allerdings nicht der günstigste Preis – ich wollte einen Anbieter, der Ökostrom anbietet. Beziehungsweise wollte ich das System einmal durchtesten, inwieweit sich die Suche nach meinen Bedürfnissen anpassen lässt.

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Was ich dabei etwas eigenartig fand: Wenn man die Suche aufruft erscheinen die Suchfelder in einer Art Popup. Es gibt verschiedenen Reiter: Vergleichsdaten, Ergebnis, Tarifwechsel und Bestätigen. Da man diese allerdings nicht anklicken kann und nur durch Auswahl und Bestätigung der Angebote weiter gelangt, könnte man darauf getrost verzichten. Mich hat es zumindest nur verwundert.

Insgesamt könnte die Seite intern mehr auf Links setzen – die Redaktion von Steckdose.de bietet eine Menge Hintergrundwissen, man muss sich allerdings durchhangeln. Fachbegriffe und Erläuterungen sind vorhanden und recht ausführlich, sollten also noch ein wenig mehr vernetzt werden. Apropo Erklärung. Gut gefallen würde mir ein Erklärung zum Logo bzw. zum Maskottchen, dem Schwein.

Einwandfrei ist der Steckdosen-Blog. Über den Beitrag „Ebay und Stromverbrauch“ musste ich richtig schmunzeln – obwohl ich vielleicht besser hätte ins Grübeln kommen sollen… Ein wenig gegrübelt habe ich allerdings zu den Beweggründen – warum steht dieser Tarifrechner im Netz, wer steckt dahinter? Keine Werbung gleich keine Einnahmen, außer aus Sponsoring oder ähnlichem.

Wo wir beim Thema wären. Das Online-Marketing-Unternehmen hinter Steckdose.de wurde vor einem knappen Monat gegründet. Kurzfristig musste ich dann doch nachdenken, ob mich das nicht ein wenig stutzig machen sollte. Warten wir einmal ab, ob sich die Seite nach außen hin noch ändern wird, beziehungsweise ob noch ein wenig mehr zu den Beweggründen für dieses Portal zu erfahren sein wird. Offenheit siegt!

Die „Ziele des Portals steckdose.de“ sind etwas dürftig formuliert. Für viele User wird das kein Hindernis sein – aber besonders findige Web 2.0-User schauen aufmerksam ins Impressum und informieren sich weiter.

PS: Auffällig ist allerdings die Ähnlichkeit zu www.tarifvergleich.de bei der Suchfunktion. Gleiche Abfrageparameter, gleiche Serviceangebote (z.B. Ausdruck des Antrages, etc). Und wer sich durchklickt (zum Beispiel zu Anbieterinfos) erfährt plötzlich folgendes:

… Der TelDaFax ENERGY Partner tarifvergleich.de… / … Fehlt ein Tarif oder haben Sie einen Fehler gefunden? Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Mailadresse: tarifupdate@tarifvergleich.de…

Überall ist die Rede von Tarifvergleich.de. Das Steckdose.de und Tarifvergleich.de anscheinend ein und dasselbe sind, wäre es nur fair, das auch zu publizieren. So nach dem Motto Steckdose ist ein Service von… oder so.

Liebe wirkungsvoll GmbH, mach was aus meinen Anmerkungen!

Geschäfte per Handschlag

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
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Ich gebe zu, als mir Trigami das Angebot für eine Rezension über „Gimahhot“ sendete, hatte ich noch nichts über das Hamburger Projekt gehört. Dabei beschäftige ich mich viel mit Start-Ups, Online-Marktplätzen und neuen Vertriebswegen im Internet.

Also werfen wir heute einmal einen genaueren Blick auf die im September vergangenen Jahres gestartete „Produktbörse für Markenartikel“. Hinter „Gimahhot – Sie bestimmen den Preis“ steckt ein junges Team, das sich das Prinzip des Geschäfts per Handschlag zu eigen gemacht hat. Denn genau das bedeutet das Wörtchen Gimahhot: Mit diesem Ausspruch wurde früher ein Geschäft nach der Verhandlung per Handschlag besiegelt.

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Der Handschlag symbolisiert Vertrauenswürdigkeit. Gimahhot setzt also auf Vertrauenswürdigkeit, auf ein faires Geschäft. Das spiegelt sich gleich auf den ersten Blick bei der Preisstruktur wieder: Verkäufer zahlen 3% Provision, für Käufer ist das Angebot kostenlos. Übrigens wurde die Provison für Verkäufer erst zum Anfang Juli 2007 eingeführt, als die Testphase für beendet erklärt wurde.

Bezahlung läuft laut Gimahhot über ein Treuhandkonto. Das Geld wird von Gimahhot angenommen und weitergeleitet – leider gibt es keinerlei andere Möglichkeit für die Bezahlung außer der Banküberweisung. Verständlich, wenn man nicht PayPal (ein ebay-Unternehmen, und amit ja von der Konkurrenz) nutzen möchte, aber warum dann nicht andere Bezahldienste wie moneybookers oder so?

Ein Treuhandservice mit klassischem Bankkonto als einizige Möglichkeit finde ich zumindest dürftig. Und jetzt kommt´s: Bei Anmeldung und generell auf der Webseite ist zum Thema Bezahlung viel zu wenig zu finden. Selbst nach dem Registrierungsprozess weiß man nicht wirklich mehr. Es wird lediglich von einem Treuhandkonto gesprochen, hier fehlt ganz klar die Transparenz!

Ansonsten scheint Gimahhot in Sachen Transparenz viel vorbildlicher. Ein eigenes Blog, dass regelmäßig aktualisiert wird, gehört z.B. dazu.

Aber einmal zurück zur Produktbörse. Die letzten Zahlen, die Gimahhot zur Produktvielfalt veröffentlicht hat, stammen aus dem März 2007. Damals waren es über 80.000 Produkte im Angebot, aufgeteilt in neun Hauptkategorien wie „Baby und Kind„, „Handy, Telefon und Fax“ oder „Computer und Software „. Angeboten werden nur Neuwaren. Für die heißt es dann Handeln, feilschen und um den besten Preis ringen. Verglichen wird das Prinzip mit der Börse, mit Aktienhandel.

Ich kürze mein Fazit einmal ab. Der Vorteil ist hier ganz klar der Festpreis, bei dem man zuschlägt, wenn er einem gefällt (Sofort-Kauf). Ansonsten kann man per Gebot nach Nachlass fragen. Damit lässt sich oft ein noch besserer Handel für den Käufer erzielen, so scheint es. Der Anbieter ist erst einmal im Hintergrund, die Vermittlung geschieht quasi ganz durch Gimahhot. Einfach für den Kunden.

Da ich diesem großen Auktionshaus mit der vielen Werbung den Rücken zugekehrt habe, ist Gimahhot einen Versuch wert. Reifen wollte ich demnächst kaufen, schauen wir mal, was ich aushandeln kann.

Mehr Infos gesucht? Die Hilfsseite von Gimahhot ist recht ausführlich und geht zumindest auf alle Fragen, die mir noch im Kopf herum schwirrten, ein.

Was ich noch sagen wollte….

…. TripFlip ist echt garnicht so verkehrt. Auch wenn ich nicht für die Vorstellung im Vorprodukt Unmengen Geld bekommen hätte, könnte ich dieses Web 2.0 Angebot uneingeschränkt empfehlen. TripFlip ist echt lustig. Was sich dort für Leute rumtreiben… Lustig. Ich liebe es, in solchen Betas als erster Schwung an Usern herum zu geistern.

Gestern hab ich dann versucht, meine Reise nach Belgrad dort einzustellen und euch somit daran teilhaben lassen. Ging nicht 🙁 Liegt vielleicht am Browser, an meinem Betriebssystem oder doch an der Betaphase?