Überlegung

Darf man dazu aufrufen, sich aus Protest gegen die erweiterte Datenerfassung im deutschen Ausweispapieren sich keinen regulären Reisepass/Personalausweis mehr ausstellen zu lassen? Darf man seine Fingerabdrücke unkenntlich machen? Darf man sich beim Passfoto schießen Bonbons in die Backen stopfen und die Lippen extrem größer schminken? Darf man seinen Ausweis in die Mikrowelle stecken und darf man andere dazu ermuntern?

Neue Ideen sind willkommen …

Meine Enttäuschung über das Exekutivorgan

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Vielleicht hat er Recht, aber im Recht ist er nicht.

Ich bin aber sauer. Auf einen Polizisten und über einen Vorfall, der eigentlich nicht schlimm, aber sicher keine Bagatelle war. Zumindest betonte der Polizist immer wieder, wie schwer ein von mir gemeldetes Ordnungsvergehen war.

Kurz von vorn, bevor es noch verworrener wird und ich mich in Rage schreibe.

Die Bundesstraße, auf der ich täglich unterwegs bin, ist als Raserstrecke verschrien. Viele Unfälle, viele Tote. Es gibt da einen Abschnitt, wo seit vielleicht einem Jahr Tempo 70 gilt. Aber konsequent von 99% aller Autofahrer missachtet wird… Egal. Eines Abends, ca. 14 Tage ist das her, die Autobahn muss mal wieder gesperrt oder hoffnungslos überfüllt gewesen sein, auf jeden Fall war um 22 Uhr ungewöhnlich viel Verkehr in beiden Richtungen. Ich war auf den Weg nach Haus. Direkt vor mir 2 Wagen, hinter mir mit Sicherheit 10. Stetiger Gegenverkehr.

Im Rückspiegel sah ich ab und an einen hellen Wagen ausscheren bzw. etwas herausfahren, um die Lage zu taxieren. Weiter weg, nicht in meiner Nähe. Der will überholen, das war klar. Doch warum er zum Überholen ansetzte, obwohl gerade eine ganze Kolone Pkw und Lkw im Gegenverkehr auf ihn zurollten, wusste der Idi*t wohl auch nicht.

Ja, der Kerl scherte aus. Die ersten drei Auto nahm er ohne Probleme, sicher nicht so schnell wie sein Golf hätte fahren können. Der Gegenverkehr blendet auf. Lichthupe und aus einer undefinierbaren Richtung eine dröhnende Dreiklanghupe. Hinter mir war eine genügend große Lücke, da hätte der Pe*ner aus dem VW-Werk locker einscheren können. Wollte er aber nicht. Aber als er dann auf meiner Höhe war fiel auch ihm auf, das die Straße hier nicht breit genug für 3 Fahrzeuge ist.

So. Eine gute Reaktion wäre gewesen, nun zu bremsen und hinter mir einzuscheren. Oder Gas zu geben (okay, sein Golf war dazu wohl nicht mehr fähig) und vor mir in die Lücke aufzuschließen. Ihr ahnt, was geschah? Ja, er entschied sich einfach sofort rechts rüber zu ziehen. Schade, dass ich da war… Wahrscheinlich hat er mich nicht gesehen?! Oder er dachte ich sei Houdini und könnte mich mal eben in Luft auflösen. Solche Tricks beherrsche ich leider nicht, und so blieb mir nur das zögerliche vorsichtige Bremsen sowie das ausweichen auf den nicht befestigten Grünstreifen.

Auf gut deutsch: Ich machte dem Arsc* Platz. Nicht genug, den meinen Spiegel tuschierte er ungalant. Und auch bei seinem Auto knirschte der Spiegel – was er mit einem Hupen quittierte. Wild mit den Händen gestikulierend deutet er an, ich möge mich verdünnisieren.

Ja wie denn! Ich war schon sehr viel langsamer geworden, alle Fahrzeuge hinter mir auch, aber der blöde Kerl gab einfach nicht genug Gas um komplett einzuscheren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ging bis auf für unsere Aussenspiegel glimpflich aus, da der Gegenverkehr auch ordentlich über den Radweg rumpelte. Ganz klar, der Kerl im silberen Golf mit Wolfsburger Kennzeichen hat mich und den Typen im Gegenverkehr ja mal so richtig schön genötigt. Dazu im Überholverbot überholt, die Geschwindigkeitsbegrenzung ignoriert und mein Auto beschädigt.

Das ist doch eine Anzeige wert!

Dachte ich. Der erste Polizist mit dem ich kurze Zeit später über´s Handy sprach, dachte ähnliches. Ein kurzes Check des von mir notierten Kennzeichnen verhieß nichts Gutes, zumindest nicht für den Fahrer. Der war nämlich Minuten zuvor schon einmal negativ aufgefallen und von einem Lkw-Fahrer auf der A2 gemeldet worden.

Also bat mich der Polizist, doch gleich mal zur nächsten Wache zu fahren und eine Anzeige auf zu geben. Okay, dem Polizisten dort war es dann doch lieber, wenn ich am nächsten Tag kommen würde. Also gut, wir haben am Telefon ein Termin vereinbart.

Um 10 Uhr sollte ich da sein.
Um 10.30 wurde ich aufgerufen.
Um 11 begannen wir mit der Aufnahme der Anzeige (dachte ich).
Das ganze dauerte gut eine dreiviertel Stunde.

Dann sagte der Polizist: Frau Dressler, wollen sie das wirklich zur Anzeige bringen? Wegen einem alten kaputten Aussenspiegel?Ja, na klar wollte ich das. Schon aus Prinzip, ich lasse mich nicht gern nötigen.

„Aber wir haben wenig Chance den Fahrer zu ermitteln, das Fahrzeug ist auf den VW Werkschutz zugelassen!“

Aha, wie super, ein Freibrief. Ich saß da fast 2 Stunden um dann so abgefertigt zu werden. Super. „Sie könnten den Fahrer doch nie mit absoluter Sicherheit identifizieren!“ Doch, glaube ich schon. Schließlich hab ich den kleinen Rennfahrer einige Male gut in sein Bubi-Gesicht schauen können, wo sich die Angst vor einer eventuellen Kollision so richtig nett abzeichnete. Absolut sicher? was ist schon absolut sicher, seine Fahrweise definitiv nicht. Falls er einen Zwilling hat, sähe ich sicher alt aus, wenn ich ihn wieder erkenne wollte und plötzlich zwei identische Typen vor mir sehen. Aber wie wahrscheinlich ist das?

„Naja Frau Dressler, es war ja auch dunkel.“
„Wollen sie wirklich eine Anzeige aufgeben?“

Dreimal hab ich noch ja klar gesagt. Allein die so genannte Tagebuchnummer brauche ich für die Versicherung. Also sagen wir mal hat sich der Beamte breit schlagen lassen und fing an die Geschichte wie wild in seiner Computer zu tippen. Das ging ziemlich flott. Doch wirklich fertig wurde er nicht – er müsse nun erste Recherchen zum möglichen Fahrer einleiten, und ich solle doch bitte morgen wieder kommen, um die Anzeige gegen zu lesen und unterschreiben zu können.

Ein paar Stunden später rief er mich an und fragte, wie ich den arbeiten müsse, den er könnte unseren beschlossenen Termin nicht einhalten. Stattdessen schlug er vor, mich noch einmal anzurufen, wenn alles soweit sei. Er würde auch zu mir nach Haus kommen, dann bräuchte ich nicht noch mal zur Wache kommen. Wie auch immer! Ich warte noch heute… und auf telefonsiche Nachfrage, was denn jetzt mit meiner Anzeige sei, und ob man mir freundlicherweise die Tagebuchnummer nennen könne, wurde mir nur gesagt, man könne keinen mir zu zu ordnenden Fall finden. Super.

Was soll ich jetzt davon halten?

Photo: imperialdoughnut

Was Frauen wollen!

Nein, keine Angst, hier geht es nicht um den sinnbefreiten Film mit Mel Gibson, sondern um ein Stöcken von Tobias (kl3tte.com).

Man, darüber musste ich erst einmal nachdenken.

Was Frauen wollen!

Hm, was wollen Frauen eigentlich? Einen promovierter Sportwissenschaftler mit eigener Fitnessstudiokette und angeschlossenem Edel-Restaurant in dem er selber kocht. Das Seegrundstück am Wannsee und Bodensee wird von Personal geputzt während man mit dem Porsche zwischen Berlin und München pendelt. Der goldene Kreditkarte wird dabei am Liebsten bei Boss und Joop belastet.

Fällt eigentlich niemandem auf, dass es da einige Konflikte gibt. Vielleicht können mir ja Nadine oder Alexa auf die Sprünge helfen?

Ja, ich kann zumindest.

Frauen sind nämlich – wie Männer im Übrigen auch – von Natur aus widersprüchlich. Meine Antwort auf „Was Frauen wollen“ / „Wie sieht der Traumtyp aus“ wäre spontan zumindest: Er muss wie ich sein, einfach super toll, inteliggent schlau, lange Haare und einen Job haben, der ihn erfüllt aber nicht überlastet. Doch was sollte ich mit jemaden anfangen der so ist wie ich? GÄHN! Aber noch schlimmer: Es gäbe Mord und Totschlag, wenn er nicht so wäre wie ich, vielleicht noch das krasse Gegenteil???

Ach, das ist schwer.

Er sollte rhetorisch gewandt sein, aber wehe er quatscht mit voll.
Er sollte politisch engagiert sein – aber bei der richtigen Partei natürlich.
Er sollte sehr gepflegt sein, aber kein Modepüppchen.
Er sollte sportlich sein, aber nicht mehr joggen als Bücher lesen.
Er sollte das was ich beruflich mache toll finden, Ahnung davon haben, aber nicht in Konkurrenz zu mir treten.

Auf gar keinen Fall sollte er mir die Schau stehlen. Nicht in Sachen Outfit, Beruf, Engagement.
Auf gar keinen Fall sollte er immer zu allem ja sagen. Aber wehe, er widerspricht.

Und das absolute DON`T!

Auf gar keinen Fall sollte er bloggen. Vor allem nicht über mich.

So. Und nun schnell weiter mit dem Stöckchen vom lieben Tobias. Ich werfe es zu aNNA FrOst, meiner Mode-Mitbloggerin bei Feschsamma, und zu der geheimnisvollen Kim… und dann gilt noch wie immer: Wer mitmachen will, nimmst sich das Stöckchen einfach mit.

Wenn man ersteinmal darüber nachdenkt

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Der Screenshot meines Google-Mail-Accounts ist Ergebnis eines Blogbesuchs. Ich las bei macophilia unter der Überschrift „Beängstigend“ einen Post über Werbeschaltungen in Google Mail. Und damit fingt es an. Ich dachte nach. Über Google, über Werbung, über Google Werbung.

Klar, Google kennt mich ganz genau, wenn ich meine Mails über Google versende. Sie kennen meine Topics, die mich interessieren, sie kennen den Ort bzw die Orte, bei denen ich mich regelmäßig einlogge. Wahrlich beängstigend. macophilia empfiehlt zumindest für Leute, die sich für Datenschutz interessieren, das Video vom CCC. Ich empfehle es vor allem Leuten, die sich nicht für Datenschutz interessieren und mit ihren Daten überall hausieren gehen.

Ich zumindest bin froh: Google kennt mich nicht. Denn ich habe keine sexy Nachbarin und ich bin keine sexy Nachbarin.

Projekt, das

Ein neues Projekt, total vorproduktich unausgegoren. Sollte man nicht all seine Kommentare, die man fleißig in anderen Blogs verteilt, im eigenen Blog veröffentlichen? Warum? Weil sie so brillant sind, zumeist. Ich beginne nun mal manuell und schaue, wie ich das hier einbauen kann. So wie dieser A-Blogger Dingensda, der ein Blog nur mit seinem Kommentaren füllt. Der selbstverliebte Idiot.

Hm….

Sag man nicht, die Revolution frisst ihre Kinder???
Der arme Ad. Vom Blog verschluckt.