Küchenradio, mein aller-allerliebster Podcast, ist in die Sommerpause gegangen. Schade. Dafür habe ich mir vorgenommen nochmals alle Folgen zu hören. Bis auf eine, die ich richtig blöd fand. Soll ich verraten, welche das war?
Nein, ich denke das ist nicht wichtig. Viel wichtiger ist: Küchenradio setzt Trends. Und zwar in Sachen Ähs und Hhms, Stottern und Durcheinander reden. (Was mir sehr entgegen kommt und sympatisch ist.)
Zwar bin ich mir nicht mehr sicher in welcher Folge die leider-dann-doch- nicht-Grimme-Online-Ausgezeichneten über die perfekte Sprache im Radio philosophierten.
Aber ich erinnern mich noch sehr genau an den Tenor:
· Radiosprecher haben eine nahezu perfekte Aussprache. Lispeln,
Schnaufen, Stottern – so etwas würde nie On-Air gehen.
· Ähs, Hhms und Versprecher werden rigoros rausgeschnitten.
· Nutten, Ameisenhotelbesitzer, Ufo-Gucker und Dominas sind
keine geeigneten Gäste für eine Radiosendung.
Die Vier – Cindy, Katja, Phillip und Andreas (auf dem Bild mit Sophie Rois) – müssen es wissen. Schließlich sind sie selbst Radiomacher im realen Leben. Gerade die Stimmen von Phillip und Andreas hört man fast täglich im Deutschlandradio. Nun frage ich mich: Setzen die Küchenradiomacher Trends? In ihrem wöchentlichen Podcast wird schließlich gesprochen, wie der Schnabel gewachsen ist. Und wenn´s halt nicht “perfekt” ist – umso besser!
Und tatsächlich scheint dieses Motto Einzug ins Radio zu halten. Also das Prinzip des “es-muss-ja-garnicht-so-perfekt-seins. (Was hier im Vorprodukt auch konsequent eingehalten wird.) Vielleicht bin ich derzeit auch nur mehr fixiert auf Versprecher, Stotterer etc. Aber die Leute im Deutschlandradio amüsieren mich zurzeit auf grandioser Art und Weise. Ein Highlight war, als vor kurzem die Nachrichtenprecherin fleißig den Namen eines ausländischen Politikers übte, während ein Kollege im Einspieler etwas zum Besten gab und ihr Mikro noch offen war…
Fehler sind doch das Schönste, Schadenfreude das Beste.

Letzte Kommentare