Hans-Jürgen Uhl legt sein Mandat nieder

… und ich schüttel nur noch den Kopf.
Ich habe ihn gewählt.
Und ich habe ihn im Zuge meiner Arbeit oft getroffen, fotografiert und interviewt.
Ein sehr netter Mann.
Er schien mir so ehrlich, loyal.
Und für einen Politiker erfrischend realitätsbezogen.
Tja. Hab ich mich getäuscht.
Und Leute, ich bin auch ehrlich: Mir ist es egal. Schwamm drüber. Es gibt schlimmeres.

Alle, deren Vertrauen ich enttäuscht habe, möchte ich um Verzeihung bitten.

(Auszug aus der Pressemitteilung zum Rücktritt; gibt´s auf der Website von Hans-Jürgen Uhl zu lesen.)

Anscheinend gibt es im gesamten Wahlkreis Helmstedt nur Xxxxxx xxxx Xxxxxx – ach ich sag lieber nichts, sonst werd´ich noch angezeigt. Aber Eines möchte ich noch zu bedenken geben: Alle Politiker, die aus den Reihen der SPD sich irgendetwas zu Schulde kommen liessen sind bei VW angestellt. Ich frage mich nun, ob es ein Einstellkriterium für Volkswagen ist, dass man korrupt und ohne Reue ist, oder ob es anderes herum lief: Wer bei der SPD ist, am besten mit großen Zielen Richtung Landtag und Bundestag, bekommt einfacher einen Job bei VW. Alles nur Gesocks. Pfui.

Aber wieder zurück zu Uhl. Der ist, für alle, die es noch nicht wissen, nicht nur Bundestagsabgeordneter. Ich frage mich, ob es ein Rückzug aus der Politik insgesamt werden wird. Er ist beispielsweise stellvertretender Vorsitzender der SPD im Kreis Helmstedt. Wird er dieses Amt weiterhin ausfüllen können? Ich denke nicht.

Am besten wird sein, er zieht um, legt sich eine neuen Namen zu und rasiert sich seinen Bart ab. Nicht, weil Uhl als Politiker so enttäuscht hat. Nein. Weil er vielleicht jetzt mit seinem Geständnis noch die Kurve bekommen hat und das Recht auf ein netten „Ruhestand“ nach seiner Politikerkarriere verdient hat.

Er hat ja noch seinen Teilzeitjob bei VW (den hat er doch noch?). Vielleicht sollte er sich beurlauben lassen, in die Karibik fliegen und nicht wieder kommen.

Ich denke, ich werde Herrn Uhl eine Email schreiben, ihm dem Neuanfang in der Karibik vorschlagen, und mich als Nachfolger ins Gespräch bringen. Ich bin zwar kein Fan von Volkswagen, in die SPD kann ich aber schnell eintreten, und beim richtigen Preis werde ich nicht Nein sagen.

Written by Nadine

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