Heute im Supermarkt: Es dudelt ein Lied der Toten Hosen (hallo geht´s noch, im Supermarkt!).
Ich habe eine schöne Rispe voller Tomaten in der Hand und sage zum mir persönlich bekannten
Obst-Gemüse-Fachverkäufer: “Immer wenn ich die Toten Hosen höre, denk ich dran wie alt ich
geworden bin. Man Scheiße, früher dachte ich ich wäre jetzt schon tot.”
Er schaut mich von oben bis unten an und sagt ganz trocken: “Na du bist ja sicher früher auch
die harte Punk-Schiene gefahren???”
Autsch, das saß. Selbst mein schnicker Anzug und die Laptop-Businesstasche, die akurate Fön-
Frisur und die blankpolierten Schuhe heute können meine Vergangenheit nicht verdecken (**lach*).
Don’t part with your illusions. When they are gone you may still exist but you have ceased to live.
(Mark Twain)
Das nenn ich restriktive Menschenkenntnis. Empirisch gewachsen. Verkäufer sind halt doch nur
Beobachter die sich deine Schwäche zu nutzen machen um dir was zu verkaufen. Und wenn´s
´ne Gurke ist. Er durchschaut dich, als wenn du eine dünne Glasscheibe wärst.
Subjektiverweise lag der Gute mit seiner Einschätzung allerdings vollkommen richtig, obwohl
er mich “damals” gar nicht kannte. Seh ich denn so aus?! Kleider machen halt doch keine Leute.
Man verrät sich immer wieder.






